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kraftwerk

Das Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz

Energie, die Quelle aller Kosten

Dr. Heinz Schütte

Das "Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz" (KEÄG) beschreibt den Zusammenhang zwischen Kosten und Energieverbrauch mit der folgenden wissenschaftlichen Definition:

"Ausnahmslos sämtliche in der Weltwirtschaft auftretenden Kosten resultieren zu 100% aus Energieverbrauch".

Dieser schon lange vermutete Zusammenhang konnte aus einem physikalischen Naturgesetz hergeleitet und bewiesen werden. Der Beweis beruht ohne jegliche zusätzlichen Annahmen oder Postulate ausschließlich auf der Aussage dieses Naturgesetzes, sodass das KEÄG selbst ebenfalls den Bedingungen eines Naturgesetzes genügt. Die Herleitung des Beweises wurde in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift "LIST FORUM für Wirtschafts- und Finanzpolitik", Band 38 (2012), Heft 3-4, Seite 138-146, veröffentlicht.

Die Originalarbeit im "LIST FORUM" sowie die Fassung des Textes in englischer Sprache sind jeweils als PDF beigefügt.

Für Rückfragen stehe ich hier gerne zur Verfügung.

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Aussagen des KEÄG zum Klimawandel, ergänzt Januar 2016

"Erneuerbare Energien" und "Öko"-Produkte erhöhen die CO2-Emission.
Die Bundesregierung als umweltpolitischer Geisterfahrer!

Dr. Heinz Schütte

Die Aussage des KEÄG führt zu einem für die Wirtschaftswissenschaften völlig neuen Inhalt des Begriffs "Kosten", der erhebliche Konsequenzen zur Folge hat.

Die weltweit auftretenden Kosten sind Kosten für Wirtschaftswerte, die in der Vergangenheit durch den Einsatz von Energie geschaffen worden sind. Zu diesen Werten gehören Immobilien, Produktionsanlagen, Fahrzeuge, langlebige Gebrauchsgüter, Haushaltsausstattungen, Versicherungen, Sparguthaben, — nicht zu vergessen — das monetäre Gesamtvolumen der Weltwährungen und vieles mehr. Die eingesetzte Energie besteht seit vielen Jahrzehnten zu über 90% aus den Primärenergieträgern Kohle, Öl und Gas. Obwohl sich die Zusammensetzung der Primärenergieträger — Kohle/Öl/Gas — seit dem 2. Weltkrieg verändert hat, bestehen die Primärenergieträger weiterhin bis heute ununterbrochen zu mehr als 90% aus Kohlenstoff-haltigen Fossilien, bei deren Verbrauch eine äquivalente Menge CO2 emittiert wird, die jeweils zum Zeitpunkt des unmittelbaren physischen Einsatzes der fossilen Primärenergieträger auftritt, beziehungsweise aufgetreten ist. Damit bestehen sämtliche weltweiten Kosten seit dem 2. Weltkrieg zu über 90% aus dem Verbrauch von Kohle, Öl und Gas. Kohle, Öl und Gas liefern folglich – neben der Energie von der Sonne – einen Anteil von über 90% der Energie, die für den Erhalt und Fortbestand menschlichen Lebens benötigt wird. Diese unwiderlegbare Aussage beruht einzig und allein auf physikalischen und chemischen Grundgesetzen, die die Grundlage des KEÄG bilden. Dabei ist weder die Effizienz des Energie-Umsatzes noch das in den geschaffenen Werten enthaltene Energie-Äquivalent physikalisch messbar und deshalb unbekannt.

Messbar und bekannt sind dagegen Menge und Kosten des eingesetzten Primärenergie-Mix aus Kohle, Öl und Gas für ein jeweils laufendes Wirtschaftsjahr. Im Jahr 2014 wurde in Deutschland eine Gesamtprimärenergiemenge in Höhe von 3.113 Mrd Kilowattstunden eingesetzt und durch deren Verbrauch 900 Mio Tonnen CO2 emittiert. Das Gesamtkostenvolumen in Form des Bruttoinlandsprodukts von Deutschland betrug 2014 2.904 Mrd Euro. Folglich wurden pro Euro des Bruttoinlandsprodukts 1,07 Kilowattstunden Primärenergie verbraucht und dabei 0,31 kg CO2 pro Euro emittiert.

Der Quotient 1,07 Kilowattstunden verbrauchter Primärenergie pro Euro Produktwert wird in der Fachliteratur als "Energieintensität" bezeichnet. Er bildet damit den Mittelwert für alle im Bruttoinlandsprodukt aufsummierten Einzelproduktwerte, deren Energieinhalt je nach ihrem Herstellverfahren unterschiedlich groß und nicht bekannt ist, und stellt die Basis-Energieintensität des betrachteten Wirtschaftsraumes dar.

Um einzelne Produktwerte in Bezug auf ihren Primärenergieverbrauch anhand ihrer Kosten miteinander vergleichen zu können, benötigt man eine für alle Einzelprodukte gültige einheitliche Energieintensität. In der bisherigen Betrachtung wurden die Herstellkosten als Maßstab für die Werte der Produkte herangezogen, wobei – wie oben beschrieben – mangels einer individuellen Energieintensität der Primärenergieverbrauch nicht ermittelt werden kann.

Legt man jedoch den Marktwert eines Produktes zugrunde, so sind die Kosten des Käufers, die ihrerseits ausnahmslos aus Energieverbrauch resultieren, der Maßstab für den Wert eines Produktes. Die Summe aller Kosten der Käufer bilden exakt den Gegenwert des Bruttoinlandsproduktes und weisen damit den identischen Primärenergieverbrauch wie das Bruttoinlandsprodukt auf. Die Kosten der Käufer bestehen aus genormten Währungseinheiten in Form von Geld. Da die Währungseinheiten definitionsgemäß untereinander identisch sind, muss zwangsläufig jeder einzelne Euro mit der Basis-Energieintensität in Höhe von 1,07 Kilowattstunden Primärenergieverbrauch pro Euro übereinstimmen. Die Basis-Energieintensität hat damit Gültigkeit für jedes einzelne individuelle Produkt. Somit kann man aus den Marktkosten eines Produktes mithilfe der Energieintensität 1,07 Kilowattstunden Primärenergieverbrauch pro Euro und dem Quotienten 0,31 kg CO2-Emission pro Euro unmittelbar den Primärenergieverbrauch dieses Produktes und die daraus resultierende CO2-Emission erkennen.

Da die Stromkosten aus "Erneuerbaren Energien" aufgrund der geringen Verfügbarkeit von Wind und Sonnenschein und deren zusätzliche Unberechenbarkeit um ein Vielfaches höher sind als die vergleichbaren Kosten in einem klassischen Kohlekraftwerk, ergibt sich aus dem KEÄG die frappierende Erkenntnis, dass Strom aus "Erneuerbaren Energien" einen wesentlich höheren Verbrauch an fossilen Primärenergieträgern aufweist als Strom aus Kohlekraftwerken und dabei mehr CO2 emittiert wird als in Kohlekraftwerken.

Die von der Regierung mit Nachdruck betriebene offizielle Politik, die CO2-Emission durch Einsatz „Erneuerbarer Energien“ reduzieren zu wollen, stellt sich aufgrund des KEÄG als eklatanter politischer Fehler heraus, der exakt das Gegenteil dessen bewirkt, welches die Regierung als Ziel propagiert.

Die stetig verkündete Umkehr der Kostenstruktur zu kostengünstigeren "Erneuerbare Energie"-Anlagen, hervorgerufen durch steigende Kosten für Kohle, Öl und Gas stellt sich als fundamentaler Irrtum heraus, da auch in absehbarer Zukunft der Löwenanteil der Primärenergieträger aus Kohle, Öl und Gas bestehen wird. Steigende Kosten für diese fossilen Energieträger erhöhen — wie das KEÄG zeigt — zwangsläufig die Kosten für "Erneuerbare Energien".

Auch die von der Politik propagierte Reduzierung der CO2-Emission durch den Einsatz landwirtschaftlicher "Öko-Produktion", durch "Bio-Kraftstoffe", durch Produkte aus "Müll-Recycling" und "Elektro-Autos" stellt sich aufgrund des KEÄG als realitätsfremder politischer Irrtum heraus. Ausnahmslos sämtliche dieser von der Regierung politisch geförderten Produkte haben höhere Herstellkosten als ihre klassischen Konkurrenzprodukte und führen damit zwangsläufig zu einem höheren Verbrauch an Primärenergieträgern und folglich zu höheren CO2-Emissionen.

Das KEÄG erklärt – basierend auf dem Stand der Wissenschaft – logisch nachvollziehbar die nicht widerlegbare Tatsache, dass der Einsatz "Erneuerbarer Energien" und die Herstellung von "Öko"-Produkten höhere CO2-Emissionen zur Folge haben als die entsprechenden klassischen Vergleichsprodukte. Das ist exakt das Gegenteil dessen, was von der Bundesregierung offiziell verkündet wird, und es entlarvt die Umweltpolitik der Regierung als eklatanten politischen Fehler und als umweltpolitische Geisterfahrt.