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kraftwerk

Das Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz

Energie, die Quelle aller Kosten

Dr. Heinz Schütte

Das „Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz” (KEÄG) beschreibt den Zusammenhang zwischen Kosten und Energieverbrauch mit der folgenden wissenschaftlichen Definition:

„Ausnahmslos sämtliche in der Weltwirtschaft auftretenden Kosten resultieren zu 100% aus Energieverbrauch”.

Dieser schon lange vermutete Zusammenhang konnte aus einem physikalischen Naturgesetz hergeleitet und bewiesen werden. Der Beweis beruht ohne jegliche zusätzlichen Annahmen oder Postulate ausschließlich auf der Aussage dieses Naturgesetzes, sodass das KEÄG selbst ebenfalls den Bedingungen eines Naturgesetzes genügt. Die Herleitung des Beweises wurde in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „LIST FORUM für Wirtschafts- und Finanzpolitik”, Band 38 (2012), Heft 3-4, Seite 138-146, veröffentlicht.

Die Originalarbeit im „LIST FORUM” sowie die Fassung des Textes in englischer Sprache sind jeweils als PDF beigefügt.

Für Rückfragen stehe ich hier gerne zur Verfügung. Download im PDF-Format:

Das Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz (Originalveröffentlichung LIST FORUM Deutsch)
Das Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz (English)

Eine leicht verständliche Einführung in die im „LIST FORUM” veröffentlichte Originalarbeit - ergänzt durch zusätzliche Erläuterungen und Beispiele zur Erklärung der Zusammenhänge - finden Sie unter „Klaus Peter Krause, über Freiheit, Wirtschaft und den Rechtsstaat”. Den Versuch einer Falsifizierung des KEÄG finden Sie unter „Kritik-Frondel-und-Entgegnung-Schütte-betr.-KEÄG.doc”

Aussagen des KEÄG zum Klimawandel
(aktualisiert Oktober 2017)
Das Paradoxon der Erneuerbaren Energien
„Erneuerbare Energien” und „Öko”-Produkte erhöhen die CO2-Emission.
Die Bundesregierung als umweltpolitischer Geisterfahrer!

Dr. Heinz Schütte

Kosten sind ein integraler Bestandteil des weltweiten Wirtschaftssystems. Neben dem natürlichen Bestreben, die eigenen Kosten so gering wie möglich zu gestalten, drängt sich die Frage auf, wie Kosten eigentlich entstehen. In der vorliegenden Originalarbeit „Das Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz” (KEÄG) wird diese Frage beantwortet und führt zu einem für die Wirtschaftswissenschaften völlig neuen Inhalt des Begriffs Kosten. Ausgehend von einem physikalischen Grundgesetz wird bewiesen, dass sämtliche weltweiten Kosten ausnahmslos aus dem Verbrauch von Energie resultieren.

Die für die Generierung der weltweiten Kosten verantwortliche Energie steht in Form der Primärenergieträger Kohle, Öl, Gas, Kernenergie und Sonnenenergie – in Form von Strahlung, Wind- und Wasserkraft – zur Verfügung. Der Anteil von Kohle, Öl und Gas am weltweiten Gesamteinsatz dieser Primärenergieträger beträgt seit vielen Jahrzehnten unverändert etwa 90%, bei deren Einsatz durch Verbrennung die chemisch äquivalente Menge CO2 emittiert wird. In Deutschland sind Kohle, Öl und Gas zu 80% am Primärenergieeinsatz beteiligt.

Die in einem Wirtschaftsjahr in einem geschlossenen Wirtschaftsraum eingesetzte Energiemenge an Kohle, Öl und Gas ist bekannt und kann in Form von Kilowattstunden angegeben werden. Bekannt ist damit auch die durch Verbrennung entstehende Menge CO2, die in Form von Kilogramm berechnet werden kann. Im Jahr 2016 betrug der Verbrauch der Primärenergieträger Kohle, Öl und Gas in Deutschland in Summe 2.990 Milliarden Kilowattstunden. Die dabei emittierte Menge an CO2 betrug 910 Milliarden Kilogramm.

Wie in der Originalarbeit „Das Kosten-Energie-Äquivalenzgesetz” gezeigt wird, werden durch Umwandlung der eingesetzten Primärenergie in Arbeit Güter und damit Werte geschaffen. Die Arbeit wird geleistet durch den Menschen durch Einsatz seiner Muskel- und Geisteskraft und von Maschinen, die in vorangegangenen Zeitperioden als langlebige Werte geschaffen wurden. Sowohl die menschliche als auch die maschinelle Arbeitskraft basiert dabei auf der Nutzung vorhandener sonstiger langlebiger Werte aus vorangegangener Wertschöpfung wie beispielsweise Immobilien, Fahrzeugen, finanziellen Wertguthaben, dem Wissensschatz der Menschheit und ähnlichen langlebigen Gütern. Die Summe aller Werte, die auf diese Weise in einem geschlossenen Wirtschaftsraum in einem Wirtschaftsjahr erzeugt werden, wird als Bruttoinlandsprodukt in Form normierter Währungseinheiten erfasst und ist damit bekannt. Definitionsgemäß ist das Bruttoinlandsprodukt identisch mit der Summe der Kosten in Euro, die zum Kauf dieser Werte ausgegeben werden müssen. Im Jahr 2016 betrug das Bruttoinlandsprodukt und damit das Kostenvolumen in Deutschland 3.133 Milliarden Euro.

Die Situation in Deutschland stellt sich im Jahr 2016 folgendermaßen dar. Die Erzeugung des Bruttoinlandsprodukts und damit eines Kostenvolumens von 3.133 Mrd Euro resultiert per Definition aus dem Gesamteinsatz aller Primärenergieträger. Der unmittelbar von der Sonne als Primärenergieträger eingebrachte Anteil an Energie zur Erzeugung dieses Kostenvolumens, der vor der industriellen Revolution die einzige Energiequelle darstellte, ist — wie in der Originalarbeit ausführlich hergeleitet wird — nicht messbar und damit unbekannt. Derjenige Teil des Energieeinsatzes zur Erzeugung dieses Kostenvolumens, der aus den Primärenergieträgern Kohle, Öl und Gas resultiert, ist bekannt. Er betrug 2.990 Mrd kWh und führte zu einer Emission von 910 Mrd kg CO2. Zur Erzeugung des Kostenvolumens von 3.133 Mrd Euro wurden somit neben der unbekannten Menge an Sonnenenergie in Summe 2.990 Mrd kWh Kohle, Öl und Gas eingesetzt. Daraus resultiert ein Einsatz von 0,95 kWh Kohle, Öl und Gas pro Euro Kosten mit einer entsprechenden CO2-Emission in Höhe von 0,29 kg CO2 pro Euro Kosten.

Diese Quotienten ergeben sich für den Gesamtwirtschaftsraum. Aufgrund der Homogenität der Kostenstruktur eines abgeschlossenen Wirtschaftsraums sowie der mathematisch begründeten völligen Gleichverteilung der eingesetzten Energie auf das Kostenvolumen sind diese Quotienten jedoch universell gültig für jeden einzelnen Euro.

Naturgemäß gelten diese Quotienten selbstverständlich auch für die Kosten, die bei der Produktion von „Erneuerbaren Energien” entstehen. Damit ist das „Paradoxon der Erneuerbaren Energien” entlarvt: Entgegen der Behauptung, „Erneuerbare Energien” seien frei von CO2-Emissionen, wurden mit jedem Euro, der 2016 für die Produktion von „Erneuerbaren Energien” ausgegeben wurde, zwangsläufig 0,29 kg CO2 in die Umwelt freigesetzt. Diese realwirtschaftlichen Fakten eröffnen eine neue, bisher völlig unbekannte Sichtweise auf die Energiepolitik der Bundesregierung und führen zu einem vernichtenden Urteil.

Da die Stromkosten aus „Erneuerbaren Energien” aufgrund der geringen Verfügbarkeit von Wind und Sonnenschein und deren zusätzliche Unberechenbarkeit um ein Vielfaches höher sind als die vergleichbaren Kosten in einem klassischen Kohlekraftwerk, ergibt sich aus dem KEÄG die frappierende Erkenntnis, dass Strom aus „Erneuerbaren Energien” einen wesentlich höheren Verbrauch an fossilen Primärenergieträgern aufweist als Strom aus Kohlekraftwerken und dabei mehr CO2 emittiert wird als in Kohlekraftwerken.

Die von der Regierung mit Nachdruck betriebene offizielle Politik, die CO2-Emission durch Einsatz „Erneuerbarer Energien” reduzieren zu wollen, stellt sich aufgrund des KEÄG als eklatanter politischer Fehler heraus, der exakt das Gegenteil dessen bewirkt, welches die Regierung als Ziel propagiert.

Die stetig verkündete Umkehr der Kostenstruktur zu kostengünstigeren „Erneuerbare Energie”;-Anlagen, hervorgerufen durch steigende Kosten für Kohle, Öl und Gas stellt sich als fundamentaler Irrtum heraus, da auch in absehbarer Zukunft der Löwenanteil der Primärenergieträger aus Kohle, Öl und Gas bestehen wird. Steigende Kosten für diese fossilen Energieträger erhöhen — wie das KEÄG zeigt — zwangsläufig die Kosten für ”Erneuerbare Energien”.

Auch die von der Politik propagierte Reduzierung der CO2-Emission durch den Einsatz landwirtschaftlicher „Öko-Produktion”, durch „Bio-Kraftstoffe”, durch Produkte aus „Müll-Recycling” und „Elektro-Autos” stellt sich aufgrund des KEÄG als realitätsfremder politischer Irrtum heraus. Ausnahmslos sämtliche dieser von der Regierung politisch geförderten Produkte haben höhere Herstellkosten als ihre klassischen Konkurrenzprodukte und führen damit zwangsläufig zu einem höheren Verbrauch an Primärenergieträgern und folglich zu höheren CO2-Emissionen.

Das KEÄG erklärt – basierend auf dem Stand der Wissenschaft – logisch nachvollziehbar die nicht widerlegbare Tatsache, dass der Einsatz „Erneuerbarer Energien” und die Herstellung von „Bio”-Produkten höhere CO2-Emissionen zur Folge haben als die entsprechenden klassischen Vergleichsprodukte. Das ist exakt das Gegenteil dessen, was von der Bundesregierung offiziell verkündet wird, und es entlarvt die Umweltpolitik der Regierung als eklatanten politischen Fehler und als umweltpolitische Geisterfahrt.